Software für Tierheilpraktiker auswählen: Kriterien + Checkliste

Als Tierheilpraktiker begleitest du Tiere oft langfristig: Verlauf, Therapieplan, Hausbesuche und Nachsorge. Deshalb reicht „nur ein Kalender“ selten aus. Eine passende Software bringt Struktur in Termin → Verlauf → Therapie → Rechnung – ohne Zettel und Nachtragen.
Ohne Kreditkarte · Im Browser · PC/Tablet/Smartphone
Software Tierheilpraktiker: Workflow aus Termin, Verlauf und Abrechnung
Termin → Verlauf → Rechnung
Schnell-Checkliste
Hier sind die wichtigsten Punkte, die du bei der Auswahl deiner Praxissoftware beachten solltest:
Leistungsübersicht
  • Flexible Leistungen (Pakete, Serien, eigene Positionen)
  • Rechnungen & Zahlungsstatus sauber nachverfolgbar
Effizienz & Sicherheit
  • Vorlagen/Textbausteine für wiederkehrende Empfehlungen
  • Datensicherheit/DSGVO sinnvoll geregelt
Tipp: Teste nicht nur Funktionen – teste den Alltag: Wie schnell findest du beim Folgetermin die entscheidenden Infos?

Typisches Tool-Chaos

  • Kalender hier, Notizen dort, Fotos im Handy
  • Rechnungsvorlagen in Word/Excel
  • Verlauf schwer auffindbar bei Folgeterminen
  • Hausbesuche: erst Papier, später Nachtrag
  • Empfehlungen werden jedes Mal neu geschrieben

Zielbild (so wird es entspannter)

  • Alles am Tier: Verlauf, Dokumente, Bilder, Empfehlungen
  • Therapieplan und nächste Schritte sauber strukturiert
  • Hausbesuche mobil dokumentieren – ohne doppelte Arbeit
  • Pakete/Serienleistungen einfach abrechnen
  • Rechnung + Zahlungsstatus sofort im Blick

Die wichtigsten Kriterien im Detail

1) Therapieplan & Verlauf

Du brauchst pro Termin eine klare Verlaufsdoku und die Möglichkeit, Therapiepläne über Wochen/Monate zu führen.
Woran erkennst du’s?:
  • Chronologischer Verlauf pro Termin
  • Therapieplan/Empfehlungen gut sichtbar
  • Folgetermine logisch verknüpft

2) Hausbesuche & mobile Nutzung

Wenn du unterwegs bist, muss die Software am Smartphone/Tablet wirklich schnell und nutzbar sein.
Woran erkennst du’s?:
  • Mobil übersichtlich und schnell
  • Doku + Suche funktionieren unterwegs
  • Kein „nur Desktop“-Workflow

3) Digitale Tierakte (alles am Tier)

Anamnese, Befunde, Bilder und Dokumente gehören an einen Ort – damit du nicht in Apps suchen musst.
Woran erkennst du’s?:
  • Dokumente und Bilder direkt in der Akte
  • Schnellzugriff auf letzte Einträge
  • Saubere Struktur statt Freitext-Chaos

4) Online-Anamnese & Formulare (Link/QR)

Vorabinfos sparen Zeit im Termin und verbessern die Qualität der Erstaufnahme.
Woran erkennst du’s?:
  • Formulare per Link/QR versendbar
  • Antworten landen in der Tierakte
  • Einwilligungen sauber dokumentiert

5) Bodycharts / visuelle Doku

Gerade bei Schmerzpunkten und Bewegung ist visuelle Doku schneller und eindeutiger als Text.
Woran erkennst du’s?:
  • Markieren + beschriften in Sekunden
  • Verlauf/Änderungen sichtbar
  • Tierarten passend verfügbar

6) Leistungen, Pakete & Serien

Viele THP arbeiten mit Paketen (z. B. 3 Termine). Das sollte sauber und transparent abbildbar sein.
Woran erkennst du’s?:
  • Eigene Leistungen frei anlegbar
  • Pakete/Serienleistungen möglich
  • Übersicht, was im Paket enthalten ist

7) Abrechnung & Zahlungsstatus

Rechnung erstellen, Zahlung markieren, offene Posten erkennen – ohne Nacharbeit.
Woran erkennst du’s?:
  • Rechnung in wenigen Klicks
  • Zahlungsstatus pro Rechnung
  • Offene Posten filterbar

8) Vorlagen & Textbausteine

Wiederkehrende Empfehlungen (Fütterung, Übungen, Nachsorge) sollten nicht jedes Mal neu getippt werden.
Woran erkennst du’s?:
  • Textbausteine/Shortcuts
  • Vorlagen pro Terminart
  • Schnell kopieren/anpassen

9) Terminlogik (Dauer & Puffer)

Auch bei THP entscheidet realistische Dauerplanung über Stress oder Ruhe im Tag.
Woran erkennst du’s?:
  • Terminarten mit fester Dauer
  • Pufferzeiten/Slots möglich
  • Klare Tagesstruktur

10) Onboarding & Start

Wichtig ist, dass du schnell startest und nicht in Einrichtung versinkst.
Woran erkennst du’s?:
  • Schneller Start ohne IT-Projekt
  • Klare Hilfe/Support
  • Einfaches Setup der Basisprozesse

Praxis-Setup: 3 Angebote als Vorlage

Diese drei Setups decken den Alltag vieler Tierheilpraktiker ab.
  • Ersttermin (60–90 Min): Anamnese + Erstbefund + Plan + Hausaufgaben
  • Folgetermin (30–45 Min): Verlauf + Anpassung + nächste Schritte
  • Paket (z. B. 3 Termine): Übersicht + klare Doku pro Termin + saubere Abrechnung

Test in 20 Minuten (Mini-Workflow)

  1. Test-Tier + Halter anlegen
  2. Ersttermin erstellen
  3. In der Tierakte dokumentieren (Befund + Foto + Empfehlung)
  4. Optional: Bodychart markieren
  5. Leistung/Paket wählen → Rechnung erstellen → Zahlung markieren
  6. Suche testen: Tier/Termin/Dokument in <10 Sekunden wiederfinden

Typische Fehler (und wie du sie vermeidest)

  • Nur Kalender nutzen: Verlauf und Empfehlungen werden später unauffindbar.
  • Hausbesuche auf Papier: führt zu doppelter Arbeit und Lücken.
  • Fotos nicht in der Tierakte: Verlauf ist nicht nachvollziehbar.
  • Keine Vorlagen: Empfehlungen kosten jedes Mal zu viel Zeit.
  • Pakete/Serien nicht sauber abbilden: sorgt für Rückfragen und Chaos.

Häufige Fragen

Brauche ich wirklich eine digitale Tierakte?
Wenn du Verlauf und Therapie dokumentierst: ja. Sie spart dir bei Folgeterminen enorm viel Zeit und verhindert Informationsverlust.
Wie wichtig ist mobile Nutzung?
Bei Hausbesuchen ist sie entscheidend. Wenn mobil nicht gut funktioniert, dokumentierst du doppelt – und verlierst den Vorteil.
Kann ich eigene Leistungen und Pakete abbilden?
Das sollte Standard sein – inklusive Serien/Paketen, damit Abrechnung und Übersicht für Tierhalter klar bleiben.
Was ist das wichtigste Auswahlkriterium?
Dass dein Alltag abgebildet wird: Termin → Verlauf → Rechnung, schnell auffindbar und ohne Nachtragen.

Bereit für weniger Tool-Chaos?

Wenn Termine, Verlauf und Abrechnung zusammenlaufen, wird dein Praxisalltag leichter – besonders bei Folgeterminen und Hausbesuchen.
  • Ohne Installation – direkt im Browser
  • Funktioniert auf PC, Tablet und Smartphone
  • Schneller Start mit klaren Vorlagen